„Es kann der friedlichste Mensch nicht in Frieden leben, wenn es der liebe Nachbar nicht will.“

Jaja, wo kommen wir denn da hin, wenn irgendwer „ungewollten Tourismus“ erzeugt. Ja, dann gibt es wohl möglich „Grafittis“ oder „Parties“ an der Stelle. Denkmäler müssen geschützt werden – auch wenn sie vielleicht gar keine sind – aber selten und welche sein könnten.

Unter Geocachern dagegen gibt es schwarze Schafe, die nur darauf warten, bis ein Cache an einem Denkmal (oder einer Stelle, die fast eines ist) liegt und dann sprühen sie und machen Parties.

Heute hat mich ein Promotionstudent, ehrenamtlicher Mitarbeiter von Denkmalbehhörden und anderen Vereinigungen angerufen und möchte nicht, dass in den Ruinen der ehemaligen Zeche Rudolf ein Geocache liegt. Eben wegen der schwarzen Schafe, die ja bekanntlich Grafittis sprühen und Parties an ungewöhnlichen Orten machen. Er muss es wissen, weil er, wie er mir mitteilte, viel über Bergbaugeschichte geforscht hat und in einigen Vereinigungen (historischer und wissenschaftlicher Art) Mitglied ist – bei einigen sogar im Vorstand. An Genaueres kann ich mich nicht mehr erinnern – der Redeschwall war zu schnell für mich.

Schade eigentlich! Ich hatte immer gedacht, es sei gut Menschen zu Orten zu führen, an denen sie sich ihrer Geschichte und der Geschichtes des Ortes bewusst werden. Das habe ich, so hat es mich der cand. phil. wissen lassen, nicht erschöpfend getan. So kann man sich irren.

Naja, bevor ich mich aber mit einem promovierenden, ehrenamtlichen Mitarbeiter der Denkmalbehörde anlege, habe ich lieber die beiden Caches stillgelegt.