Sie sind mir ja irgendwie immer fremd gewesen, diese „Kleinen“. Als ich 11 Jahre alt war, wurden die ersten von ihnen geboren.  Als ich mitten in der Pubertät war, haben sie mit ihren Fragen genervt, wollten immer irgendwie dabei sein. Standen am Bolzplatzrand herum, wollten umbedingt mitspielen. Sofern sie Brüderchen und Schwesterchen waren, haben sie uns die schönsten Nachmittage dadurch verdorben, dass wir auf sie aufpassen, sie „mitnehmen“ mussten. Berichte über Zigaretten- und Bierkonsum an die Eltern haben sie nur gegen Schutzgeldzahlungen aus der Taschengeldkasse unterlassen. Und hat man sich mal den Mädchen genähert, dann standen sie mit großen Augen und dummen Fragen daneben. Wie gesagt: Rätselhaft, fremd und irgendwie nervig.

Nun schicken Tobias Wimbauer und Mirko Kussin sich an, uns diese Generation der in den 1970ern Geborenen näher zu bringen. Im Projekt „100 Dinge“ versuchen die beiden uns die Sicht dieser Generation auf die Welt zu erklären.

Ich bin gespannt, was die beiden zu „Schallplatten“, „Notizbuch“, „Oropax“ etc. zu sagen haben. Vielleicht wird mir dann – im Nachhinein – einiges klarer und ich kann (vielleicht) auch die Musik dieser Generation verstehen.

Das Büchlein erscheint als Band 9 der Bibliotope im Eisenhutverlag. Auf der Website zum Projekt kann man sich Leseappetit holen.

 

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